Logo BioBauernhof Böhm BioBauernhof Böhm Sallingstadt · Waldviertel

Sallingstadt 55 · 3931 Schweiggers

Zwanzig Hektar,
die man kennt

Ein Waldviertler Familienbetrieb, seit 2002 biologisch bewirtschaftet und seit 2024 in der nächsten Generation. Was hier wächst, wächst langsam. Das ist kein Slogan, sondern eine Standortbeschreibung.

Der Ort

Granit, Höhe, kurze Sommer

Sallingstadt liegt in der Gemeinde Schweiggers im Bezirk Zwettl, auf gut 600 Metern. Der Untergrund ist Granit und Gneis, die Böden darüber sind leicht, sandig und durchlässig. Die Vegetationszeit ist kürzer als im Weinviertel, die Nächte sind kühler.

Für Weizen ist das mittelmäßig. Für Erdäpfel ist es ideal. Die Knolle wächst langsamer, lagert Stärke gleichmäßiger ein und bekommt eine festere Schale. Deshalb hat schon Maria Theresia im 18. Jahrhundert den Erdäpfelanbau ausgerechnet hier vorangetrieben.

Wir bewirtschaften rund zwanzig Hektar in kleinen Schlägen, mit einer breiten Fruchtfolge und Blühstreifen an den Rändern. Erdäpfel stehen nur alle vier bis fünf Jahre auf derselben Fläche. Dazwischen kommen Getreide, Leguminosen und Begrünung.

Blühstreifen mit Kornblumen und Mohn am Rand eines Feldes

Blühstreifen am Feldrand bleiben stehen, auch wenn sie Fläche kosten.

Die Geschichte

Vom Nebenerwerb zur Direktvermarktung

  • 2002

    Umstellung auf Bio

    Der Betrieb wird biozertifiziert und seither durchgehend nach EU-Bio-Verordnung bewirtschaftet und jährlich kontrolliert.

  • 2023

    Grüne Sonne

    Sascha Böhm gründet in Sallingstadt ein Unternehmen für erneuerbare Energie. Aus dieser Arbeit kommt später auch die Energieplanung für den Hof.

  • 2024

    Übergabe an die nächste Generation

    Sascha Böhm übernimmt den elterlichen Betrieb gemeinsam mit seiner Frau. Der Fokus verschiebt sich klar Richtung Direktvermarktung.

  • 2025

    Eintragung als e.U. und erste Spendenaktion

    Der Betrieb wird im Oktober als BioBauernhof Böhm e.U. ins Firmenbuch eingetragen. Im selben Herbst startet das Erdäpfel-Weihnachtswunder.

  • 2026

    Lager, Labor, Hofladen

    Ein klimatisierter Erdkeller, eine kleine Produktion für Convenience-Ware und ein Hofladen sind in Planung. Die Forschung mit der FH Wieselburg läuft weiter.

Drei Personen gehen im Gegenlicht einen Feldweg entlang

Übernommen 2024, gemeinsam mit der Familie.

Wir punkten nicht mit Masse, sondern mit Qualität. Da ist Direktvermarktung das Einzige, was für mich Sinn ergibt.
Sascha Böhm

Energie & Kreisläufe

Ein Hof, der seinen Strom selbst macht

Ein Kühllager läuft das halbe Jahr durch. Wer Erdäpfel bis in den Mai lagert, hat eine Stromrechnung. Also haben wir zuerst die Stromrechnung angeschaut.

Photovoltaik mit Speicher

Die Anlage am Scheunendach versorgt Wohnhaus, Kühllager und den E-Bus. Der Speicher verschiebt den Mittagsstrom in die Nacht, in der das Lager am meisten zieht.

Elektrische Auslieferung

Die Touren ins Waldviertel, nach Krems und Wien fahren wir mit einem E-Transporter. Geladen wird am Hof, meistens mit dem eigenen Strom.

Was als Nächstes kommt

Geplant sind eine Erdwärmepumpe, ein E-Laster mit bidirektionaler Ladestation und der klimatisierte Erdkeller. Ziel ist ein Betrieb, der sich energetisch weitgehend selbst trägt.

Forschung mit der FH Wieselburg. Gemeinsam mit Studierenden des Campus Wieselburg entwickeln wir aus Einkorn, Emmer, Nackthafer, Ur-Dinkel und Waldstaudenroggen ein pflanzliches Getränk. Eine zweite Produktidee ist Bio-Vogelfutter aus Weizen, Hirse und Sonnenblumenkernen. Zum Zwischenstand

Der Betriebsführer

Sascha Böhm

Aufgewachsen am Hof in Sallingstadt, mit vierzehn weg. HTL Krems, TU Wien, Bundesheer, mehrere Jahre in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo er an einem Museumsprojekt in der Wüste mitgearbeitet hat. Dazwischen Unternehmensberatung, ein Sommerprogramm in Harvard und ein Praktikum an der österreichischen Botschaft in Peking.

Nach rund zwanzig Jahren ist er zurückgekommen. Seit November 2024 leitet er außerdem das Innovationslabor Waldviertel am Sonnenplatz in Großschönau; 2023 hat er das Umwelt-Startup Grüne Sonne gegründet. Aktuell absolviert er den Zertifikatslehrgang „Bäuerliche Direktvermarktung“ am LFI Niederösterreich.

Die Erdäpfel liefert er selbst aus. Das ist keine Marketingentscheidung, sondern der Kern des Modells: Wer die Ware bringt, hört auch, was in der Küche damit passiert.

Lieblingsessen

Waldviertler Küche. Und Flammkuchen, weil man so gut variieren kann.

Geschmack der Kindheit

Erdäpfel mit Butter, Salz und Brot zur Jause.

Personen sortieren Erdäpfel auf dem Roder, von hinten fotografiert

Bei der Ernte helfen alle mit.

Zertifizierung & Mitgliedschaften

Wer uns kontrolliert und wo wir dabei sind

  • EU-Bio-Verordnung
  • So schmeckt Niederösterreich
  • Gaumen Hoch
  • FH Wieselburg
  • LFI Niederösterreich
  • Innovationslabor Waldviertel

Der Betrieb wird jährlich von einer unabhängigen Kontrollstelle nach der EU-Bio-Verordnung geprüft. Näheres dazu steht im Impressum.